Für das Zertifikat werden Kenntnisse von 400 Gefäßpflanzen-Arten und deren Familienzugehörigkeit geprüft. Des Weiteren wird die korrekte Ansprache von 20 Gattungen und 15 Familien geprüft. Ebenfalls wird Kompetenz im Bestimmen von unbekannten Arten eingefordert.
Solide Artenkenntnisse, Verständnis für ökologische Zusammenhänge sowie Kompetenz in der Ansprache von Lebensräumen sind unabdingbares Handwerkszeug in vielen Bereichen, in denen Natur und Umwelt Gegenstand von Forschung, Bewertung, Planung und Schutz sind. Im Rahmen des Bundesweiten Arbeitskreises der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz (BANU) wurde ein bundesweit gültiges, einheitliches Zertifizierungssystem etabliert, um die erworbenen artenspezifischen Kenntnisse sowie die methodischen und naturschutzfachlichen Kompetenzen sicherzustellen und nachweisen zu können.
Für die Stufe Silber sind zunehmend Bestimmungskompetenz sowie biologische und ökologische Kenntnisse erforderlich.
Das Zertifikat kann unabhängig von der Art der Qualifizierung – also egal, ob Kurse und Seminare besucht oder ob die Kenntnisse überwiegend autodidaktisch erlangt wurden – nach einer Prüfung erworben werden.