Um dem fortschreitenden Verlust an Artenkenntnissen entgegenzuwirken, haben sich die Akademien des „Bundesweiten Arbeitskreises der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz“ (BANU) im Rahmen eines bundesweiten Projekts zusammengeschlossen. In Kooperation mit Partnern aus Naturschutzverbänden, Hochschulen sowie weiteren Bereichen des Natur- und Artenschutzes wird ein deutschlandweit einheitliches Qualifizierungs- und Zertifizierungssystem für verschiedene Organismengruppen aufgebaut.
Der Reptilienkurs Bronze bietet einen grundlegenden Einstieg in die Artenkenntnis und den praktischen Artenschutz im Freiland. Er besteht aus zwei theoretischen Modulen sowie zwei Exkursionen. Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in die Biologie, Ökologie und Bestimmung heimischer Reptilienarten. Zudem lernen sie typische Reptilienlebensräume kennen und erfahren, mit welchen Maßnahmen diese gezielt aufgewertet werden können. Da Reptilien oft nur bei genauer Kenntnis ihrer speziellen Lebensraumansprüche – etwa in Bezug auf ihren Wärmehaushalt – beobachtet werden können, wird diesem Aspekt besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Im Bereich der Reptilien sind derzeit drei Prüfungsformate vorgesehen: zwei Zertifikate zur Feldherpetologie Reptilien auf Bronze- und Silber-Niveau sowie die Prüfung „Feldherpetologische Methoden Reptilien“ auf Gold-Niveau. Detaillierte Informationen zu Inhalten, Aufbau und Durchführung der Curricula und Prüfungen sind auf der Projektseite der BANU-Akademien verfügbar.